US-Notenbank senkt Leitzinsen auf bis zu 0%

Dezember 17th, 2008 | by Dave | <----->
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US-Notenbank senkt Leitzinsen auf bis zu 0%

Die Leitzinsen in den USA wurden von der US-Notenbank überraschend stark von 1% auf einen Korridor zwischen 0,25 und 0% gesenkt, wie „spiegel.de“ berichtet. Damit sind die Leitzinsen in den Vereinigten Staaten auf einem historischen Tief, welches gleichzeitig die tiefe Rezession ausdrückt, in der sich das Land befindet. An den Börsen wurde die Entscheidung der Notenbank euphorisch aufgenommen und die Kurse stiegen stark an.

Die Fed (Notenbank in den USA) gab eine schriftliche Erklärung ab, in der sie den drastischen Zinsschritt als notwendig beschreibt. Es sei wichtig, alles zu unternehmen, um die aktuell schlechte Wirtschaftslage zu verbessern. Aus diesem Grund würden die Leitzinsen für einen begrenzten Zeitraum nun extrem niedrig angesetzt, hieß es weiter. Darüber hinaus beabsichtigt die Fed, sehr viele hypothekengestützte Wertpapiere aufzukaufen, um die Situation auf dem sehr belasteten amerikanischen Immobilienmarkt etwas zu entspannen.

Die Experten beurteilten den Schritt der Fed durchgehend als positiv. So äußerte sich etwa die bekannte Analystin von Schaeffer Investment Research, Jocelynn Drake, dass der Zinsschritt entschiedener ausgefallen sei, als viele Experten angenommen hätten. Diese Entschlossenheit würde den Märkten helfen und damit als positives Zeichen für Verbraucher und Finanzmärkte gewertet.

Entsprechende Sorgen, dass so ein niedriges Zinsniveau vielleicht die Inflation antreiben könnte, hat die Fed momentan nicht, denn die Verbraucherpreise seien mit einem Rückgang von 1,7% im November so stark gefallen wie noch nie. Dies habe natürlich zu einer Vergrößerung des Spielraums für Zinssenkungen geführt, konnte man in der Erklärung der Fed nachlesen.

Auch der designierte US-Präsident Barack Obama äußerte sich zur Zinssenkung der Fed und ist nach Angaben von „spiegel.de“ offenbar besorgt, dass es bald keine Mittel mehr gebe, um der Krise zu begegnen. Nach seiner Aussage wird es nach dem 20, Januar, wenn er das Präsidentenamt übernommen habe, weitere Konjunkturhilfen geben, die den Abschwung zumindest abmildern sollen.

Fazit

Man kann nur hoffen, dass die USA ihre wirtschaftlichen Probleme in den Griff bekommen, weil die Weltwirtschaft immer noch stark von der leistungsstärksten Volkswirtschaft abhängt. Ein großes Konjunkturprogramm in den USA könnte unter Umständen nämlich auch dem deutschen Export helfen, wenn in den USA wieder mehr ausländische Waren gekauft werden. Momentan bleibt nur hoffen und bangen, dass die Krise nicht zu lange wütet.

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