Geldanlagen immer noch beliebt
März 12th, 2009 | by finanzblog24.de Redaktion | <----->Geldanlagen immer noch beliebt
YouGovPsychonomics, ein Markt- und Organisationsforschungsinstitut aus Köln, hat die Ergebnisse der Studie ‚Absatzpotenzial Geldanlage‘ veröffentlicht. Demnach ist zwar die Stimmung der Bundesbürger in Bezug auf Geldanlagen auf Sicherheit getrimmt, aber generell eher positiv. In Zeiten der Finanzkrise scheinen die meisten Bürger daran zu denken, wie wichtig es ist, in Geldanlagen zu investieren. Wahlweise legt der Sparer sein Geld gänzlich neu an oder stockt vorhandene Geldanlagen deutlich auf. In beiden Fällen besteht ein hoher Bedarf an der nötigen Sicherheit, wie bereits andere Studien deutlich beweisen. 1.200 Bundesbürger nehmen ab dem 18. Lebensjahr für die Studien der YouGovPsychonomics regelmäßig an Umfragen über Geldanlagen und Anbieter von Finanzprodukten teil.
53 Prozent sind es, die mindestens gelegentlich über Geldanlagen nachdenken. Das bedeutet, dass sich jeder zweite Bundesbürger mit diesem Thema befasst. Konkreter wird es bei 8,8 Millionen Bankkunden, die binnen der kommenden drei Monate eine Geldanlage neu abschließen oder die bestehenden erweitern wollen. Quartalsweise erstellt die YouGovPsychonomics den Absatzpotenzial-Index ‚ANDEX’, der im ersten Quartal 2009 mit 69,1 Indexpunkten abgeschlossen hat. Als Vergleich: Im vierten Quartal 2008 waren es 66,2 Indexpunkte.
Stefan Heinisch, Finanzmarktforschungsexperte des Unternehmens, weiß allerdings, dass ‚riskante Experimente’ derzeit nicht beliebt sind. Die Studie unterteilt in verschiedene Geldanlagen und schnell wird ersichtlich, dass die eindeutigen Gewinner der Geldanlage bei den Bundesbürgern Tagesgeldkonten mit 50 Prozent, Festgeldkonten mit 34 Prozent und Sparanlagen mit 31 Prozent sind. Eher unsichere Geldanlagen, etwa Zertifikate und Fonds, führen die Liste von hinten an.
Das Marktforschungsinstitut hat seit dem Oktober des vergangenen Jahres den sogenannten YouGov TrustTracker ins Leben gerufen. Täglich aktualisiert, stellt diese Studie das Vertrauen der Kunden in die Geldinstitute dar. Mit 43 Prozent gewinnen hier die Sparkassen, gefolgt von den Volks- und Raiffeisenbanken mit 26 Prozent. Nebst diesen eher konventionell ausgerichteten Instituten konnten auch die Direktbanken das Vertrauen der Kunden gewinnen: 30 Prozent erreichte die ING DiBa und 22 Prozent die comdirect. Weitere Geldinstitute sind direkt in der Studie ersichtlich.
Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) kürzlich erst den Leitzins gesenkt hat, bleibt allerdings fraglich, wie beliebt die Tagesgeld- und Festgeldkonten bleiben. Zwar sind sie noch immer sehr sicher, allerdings wurden auch hier die Zinsen gesenkt.
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