Die Entwicklung der VW-Aktie
November 1st, 2008 | by finanzblog24.de Redaktion | <----->Die VW-Aktie und die maßlose Selbstüberschätzung !
Die Entwicklung der Volkswagen-Aktie in den letzten Wochen, mit dem Höhenpunkt in der letzten Oktoberwoche, zeigt ein Spiegelbild unseres Wirtschafts- bzw. Gesellschaftsystems. Damit verbunden sind die Verhaltensweisen der Politik und des Kapitals in den letzen Wochen und Jahren. Da beeinflusste die Finanzwirtschaft die Politik, die durch zu wenig Kontrollen vertraute und sich einließ. Schlimmer noch ist, dass wir mit den gleichen Leuten in der Finanzkrise weitermachen, nur ein paar Regeln werden staatlicherseits wohl zusätzlich eingeführt. Man muss sich die Frage stellen, wo so mancher Banker Wirtschaftswwissenschaften studiert hat, denn die einfachsten Regeln wurden nicht eingehalten. Da spekuliert einer auf einen, der spekuliert, der spekuliert, der spekuliert. Die Finanzkrise hat das alles an den Tag gebracht, und traurigerweise zu Lasten vor allem der mittelständischen Wirtschaft, die ein starker Pfeiler unserer Volkswirt ist. Sie bekommt nicht ausreichend Geld für ihre Investitionen.
Es wird vergessen, dass VW nicht einfach eine Firma ist, sondern ein politisches Symbol, so steht doch gerade VW für der Nachkriegsaufbau, für Arbeitsplätze und als Synonym für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Dieses äußere Zeichen wurde noch dadurch unterstrichen, als der Staat 1960 seinen Anteil als Volksaktie verkaufte, zum Vermögensaufbau des kleinen Mannes, wie es hieß. Und jetzt das.
Was war passiert in den letzten Wochen und Monaten. Es gibt in Deutschland an den Börsen die sogenannten Leerverkäufe. Das sind Spekulationen auf fallende oder steigende Aktienkurse, aber der der spekuliert hat keine Aktien, er leiht sich welche und beteiligt beim späteren Erfolg zum festen Termin den Ausleiher an dem Geschäft. Bei den VW-Aktien spielte der Zufall die Rolle, dass Spekulanten und Leerverkäufer zum gleichen Zeitpunkt an der Börse VW-Aktien kauften, als a) VW still und heimlich kaufte, und b) die Leerverkäüfer kaufen mussten, um die Aktien, die er geliehen und verkauft hatte, wieder an den Ausleiher zuruckgeben musste. Solche Massenkäufe führen am Aktienmarkt zu höheren Kursen. Da die Leerverkäufer aber unter Termindruck standen, machten sie einen immer größeren Verlust durch Ihre Käufe und trieben den Kurs letztlich auf einen Kurs von 1.005, VW wurde börsenpolitsch zum teuersten Unternehmen der Welt.
Als diese Börsenentwicklung der VW-Aktie den Aktienmarkt verfälschte, denn unter den 30 führenden Unternehmen in Deutschland, die im DAX gehandelt werden, entschloß sich Porsche, 5 % ihrer Aktien zu verkaufen, um den Kurs nach unten zu stabilisieren. Wie kopflos die Situation ist, zeigt, dass Porsche gleichzeitig mitteilte, dass man weiterhin das Ziel habe, bis 75,1 % der VW-Aktien zu kaufen.
weitere Finanz News
